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01.02.2019 by Manoj

Rückblick INDERNET 2018

Ohne Internet im Indernet

„Was passiert, wenn zwei Kölner mit indischen Wurzeln einen grossen, lichtdurchfluteten Raum, Internet und etwas Zeit bekommen? Sie stellen eine besonders sehenswerte Ausstellung auf die Beine, die hinter den Kranhäusern Kölns viele aktuelle Fragen stellt und gleichzeitig einen Raum für Analoges schafft.

Manoj Kurian Kallupurackal hat die Ausstellung Indernet kuratiert und zeigt zeitgenössische Kreative aus Indien, die das Internet als Plattform, aber auch als Tool nutzen. Unterstützt wurde er von seiner Sparringpartnerin Vineetha Panalickal. Das Designer-Duo schafft es, dass es sich bei der Ausstellung nicht um eine anonyme Aneinanderreihung von Kunstwerken vom anderen Ende der Welt handelt – das Gegenteil ist der Fall. Durch die sorgfältige Auswahl und die gekonnte Bespielung des Raums schaffen sie es, dass die Werke in Interaktion treten. Mit einer Leichtigkeit werden Videos, Malerei, Fotografien und Drucke nebeneinander gestellt, sodass ein Dialog auf verschiedenen Ebenen entstehen kann. Dadurch, dass sowohl indische als auch europäische Künstler ausgestellt werden, entsteht ein interkultureller Diskurs, der den Betrachter regelrecht dazu zwingt das Selbst- bzw. das Fremdbild zu reflektieren.

Während rund einer Woche besuchen über 400 Kunstinteressierte die Ausstellung am Kanal. Doch die Ausstellung ist viel mehr als ein Ort, an dem Kunst gezeigt wird: Es ist ein inspirierender Ort, der Raum schafft für Begegnung und interkulturellen Austausch. Künstler werden angeregt ihre Mappen zu zeigen, Erinnerungen an Indienreisen werden ausgetauscht und junge Menschen mit indischem Hintergrund erzählen ihre ganz persönlichen Geschichten. Wider Erwarten ist die Ausstellung nicht online, es gibt kein WLAN, man muss keine App herunterladen, um einen Audioguide zu erhalte, es gibt keine Rabattcodes, die man online sammeln könnte – genau dieser vermeintlicher Widerspruch einer Offline-Ausstellung, die das Internet thematisiert, machen die Ausstellung einzigartig. Und dadurch wird die Ausstellung zu viel mehr, nämlich zu einem Raum der echten Vernetzung und Interkulturalität.“ – Helena De Anta

Im Rahmen der 10. Kölner Indienwoche fand die erste INDERNET Ausstellung vom 2. bis zum 9. Juni 2018 statt. In Form einer mehrtägigen Veranstaltung wurden über 60 interdisziplinäre Arbeiten von 34 indischen bzw. Indien inspirierten Kreativen präsentiert, die das Internet als Instrument und Bühne zugleich nutzen.

Das Projekt INDERNET möchte die Parallelen und vor allem die Wechselwirkung zwischen digitaler und indischer Kultur erkunden. Hierbei gilt es, auf dem immer schmaler werdenden Grad zwischen Inflation und Innovation, Kommerzialisierung und Selbstverwirklichung, Technologie und Spiritualität, Nationalität und Identität zu balancieren.

Künstler
Anjul Dandekar / Aviral Saxena / Broti Bhattacharya / Costanza Coletti / deadtheduck / Furqan Jawed / Hari Panicker / Hitanshu Bhatt / Janine Shroff / Jas Charanjiva / Jasjyot Singh Hans / Jayesh Raut / Johnny Ganta / Kanika Sethi / Kashmira Sarode / Khyati Trehan / Kira Issar / Kunal Anand / Kunel Gaur / Malik Heilmann / Meroo Seth / Mira Malhotra / Nisha Sethi / *Pardon My Hindi / Reshidev RK / Rhea Gupte / Safomasi / Sajid Wajid Shaikh / Sanchit Sawaria / Sanjay Patel / Shiva Nallaperumal / Shreyansh Agarwal / Shruthi Venkataraman / Tashita Mukherji

Veranstalter
Deutsch-Indische Gesellschaft Köln/Bonn e.V.

Kuration und Umsetzung
Manoj Kurian Kallupurackal und Vineetha Panalickal (Masala Movement e.V.)

Partner

Film
Kai Hattermann (Kamera)
Manoj Kurian Kallupurackal (Schnitt)
Ahjosh Elavumkal (Postproduktion)
Todh Teri (Musik)

Fotos
Nicole Hoppe

 

Gäste-Kommentare

„Herzlichen Dank für Eure tolle Arbeit! Als in Deutschland aufgewachsene Südinderin sprechen mir die Werke aus vollster Seele; ob die Darstellung der Tiffin Towers oder die indische Matrjoschka – Ihr habt definitiv den Zeitgeist getroffen! Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg und hoffe auch im nächsten Jahr Eure Ausstellung zu besuchen!“ – Annu


„Welch wunderbaren Ort ihr geschaffen habt – voller Farben, Inspiration und guter Energie. Ich bin sehr begeistert und wünsche allen Künstlern und Beteiligten Erfolg auf der ganzen Linie!“ – Antigoni


„Loved seeing new India, culture and religion in fresh perspective. Keep up the good work!“ – Aradhana


„Great show! Wish you all the best and hope to see many more such shows here.“ – Preeti


„Ich bin fasziniert von der Vielfalt der dargebotenen Exponate. Die unterschiedlichen Kunstformen, Musik und Kochwerke tragen zu einer gelungenen Mischung bei. Atmosphärisch habe ich mich hier sehr wohl gefühlt. Danke!“ – Helga


„Die Ausstellung hat mir super gefallen. Ich kam als Gast und ging als Freund. Tolle Arbeit!“ – Vagi


„You have managed to depict a mix of India with post-modernity, hybridity and digital dystopia. Very well organized and illustrated.“ – Rajiv

 

Presse

Interview Kulture Shop

Interview Meine Welt

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